Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Kunden & Firmen · Stand: 04.02.2026 · Version: 1.1.0
§ 1 Anbieter / Betreiber
§ 2 Geltungsbereich, Begriffe
Diese AGB gelten für die Nutzung der Plattform mover24 durch (i) Verbraucher/Kunden („Kunde“) und (ii) registrierte Dienstleister („Firma“).
Plattform bedeutet die technische Vergleichs- und Vermittlungsplattform inkl. Konfigurator, Firmenpanel, Benachrichtigungen und Chat-Funktion.
Abweichende Bedingungen werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Betreiber stimmt ausdrücklich schriftlich zu.
§ 3 Rolle des Betreibers / Zustandekommen von Verträgen
Der Betreiber stellt die Plattform bereit und vermittelt Kontakte/Anfragen. Der Betreiber wird nicht Vertragspartei des Dienstleistungsvertrags zwischen Kunde und Firma.
Der Dienstleistungsvertrag kommt ausschließlich zwischen Kunde und Firma zustande. Inhalte, Umfang, Preis, Termine und Leistungsqualität liegen in der Verantwortung der Firma.
Hinweis: Verbraucherrechte aus dem BGB (z. B. Gewährleistung, Widerruf soweit anwendbar) bleiben unberührt.
§ 4 Nutzerkonten, Registrierung, Sicherheit
Nutzer müssen bei Registrierung korrekte und vollständige Angaben machen und Zugangsdaten vertraulich behandeln. Der Betreiber kann Konten bei Missbrauch, Täuschung oder Sicherheitsrisiken sperren.
Automatisierte Zugriffe, Scraping, Manipulationen sowie das Umgehen technischer Schutzmaßnahmen sind untersagt.
§ 5 Verfügbarkeit der Plattform
Der Betreiber bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine jederzeitige ununterbrochene Verfügbarkeit. Wartungsfenster, Sicherheitsupdates und Störungen (z. B. höhere Gewalt) können zu Ausfällen führen.
§ 6 Kommunikation, Benachrichtigungen, Chat
Benachrichtigungen erfolgen u. a. per E-Mail; optional können weitere Kanäle (z. B. WhatsApp) genutzt werden, sofern der Nutzer dies aktiviert hat.
Der Chat ist ausschließlich zur auftragsbezogenen Kommunikation bestimmt. Beleidigungen, rechtswidrige Inhalte, Spam oder das Teilen sensibler Daten außerhalb des erforderlichen Rahmens sind untersagt.
§ 7 Haftung des Betreibers
Der Betreiber haftet für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Betreiber nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.
Keine Haftung besteht für Streitigkeiten, Leistungsstörungen oder Schäden aus dem Vertragsverhältnis zwischen Kunde und Firma.
Gesetzliche zwingende Haftungstatbestände (z. B. Produkthaftung) bleiben unberührt.
Bedingungen für Kunden (Verbraucher)
Der Kunde gibt Daten im Konfigurator ein. Die Plattform zeigt darauf basierende Vergleichswerte. Sofern nicht ausdrücklich als verbindliches Angebot gekennzeichnet, sind die angezeigten Werte unverbindliche Berechnungen, abhängig von Eingaben und Firmenparametern.
Alle im Vergleich (Compare) angezeigten Preise sind Brutto-Preise (inkl. gesetzlicher MwSt.).
Der Kunde kann eine Firma auswählen und einen Auftrag auslösen. Die Firma wird informiert und sieht den Auftrag im Panel. Kundendaten werden – soweit im System vorgesehen – erst nach Provisions-/Zahlungsprozess freigegeben.
Storniert der Kunde den Auftrag nach Annahme durch die Firma, schuldet der Kunde eine Stornogebühr in Höhe der in Teil C definierten prozentualen Vermittlungsgebühr (berechnet auf den Auftragswert).
Der Betreiber erstattet der Firma eine bereits gezahlte Vermittlungsprovision in entsprechender Höhe zurück.
Unberührt bleiben ggf. weitere Rechte/Pflichten zwischen Kunde und Firma aus deren Vertrag (BGB).
Der Kunde stellt richtige Angaben zur Verfügung (z. B. Umfang, Adressen, Termine). Falsche/fehlende Angaben können zu Abweichungen führen.
Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen (BGB, Fernabsatz). Sofern erforderlich, stellt der Betreiber Widerrufsbelehrung und Musterformular gesondert bereit.
Bedingungen für Firmen (Dienstleister)
Firmen müssen nach Registrierung und E-Mail-Bestätigung gültige Dokumente hochladen (Gewerbeschein, Versicherungsnachweis) und die Preisgestaltung vollständig hinterlegen. Der Betreiber schaltet Firmen nach Prüfung frei. Ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht.
Nach Auswahl durch den Kunden erscheint der Auftrag im Panel und per Benachrichtigung. Bis zur Provisionszahlung bleiben Kundendaten verborgen.
Nimmt die Firma den Auftrag an, wird die Vermittlungsprovision gemäß Teil C fällig. Nach Zahlungseingang werden Kundendaten freigeschaltet, der Chat aktiviert und ein Auftragsdokument (PDF) erstellt (sofern im System vorgesehen).
Es ist untersagt, Aufträge über die Plattform anzunehmen und die Provision zu umgehen (z. B. vorzeitige externe Kontaktaufnahme). Bei Verstoß kann der Betreiber sperren und Schadensersatz verlangen.
- Wahrheitsgemäße Angaben, aktuelle Unterlagen
- Fachgerechte, gesetzeskonforme Leistungserbringung
- DSGVO-konformer Umgang mit Kundendaten nach Freigabe
- Keine irreführenden Preise/Leistungsangaben
Der Betreiber kann Firmen bei Missbrauch, falschen Angaben, ungültigen Dokumenten, Umgehung oder wiederholten Beschwerden sperren.
Vermittlungsprovision, Storno, Abwicklung
Basis: Netto-Auftragswert (ohne MwSt.). Wird im System ein Brutto-Auftragswert angezeigt/vereinbart, wird der Netto-Auftragswert rechnerisch ermittelt (z. B. Brutto / (1 + MwSt.-Satz)). Fälligkeit: mit Annahme des Auftrags durch die Firma.
Storniert der Kunde nach Annahme, zahlt der Kunde die gleiche prozentuale Vermittlungsgebühr an den Betreiber. Der Betreiber erstattet die bereits gezahlte Provision an die Firma zurück.
Die Vermittlungsprovision ist eine entgeltliche Leistung des Betreibers an die Firma. Der Betreiber stellt der Firma hierüber eine Rechnung.
Sofern die Firma in Deutschland ansässig ist, wird die gesetzliche Umsatzsteuer auf der Betreiber-Rechnung ausgewiesen (Provision netto zzgl. USt.). Bei Firmen mit Sitz im EU-Ausland kann – sofern die Voraussetzungen vorliegen – das Reverse-Charge-Verfahren gemäß § 13b UStG Anwendung finden.
Datenschutz, Recht, Schlussbestimmungen
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß DSGVO und Datenschutzerklärung. Kundendaten werden Firmen erst nach der im System vorgesehenen Freigabe angezeigt.
Hinweis gemäß geltendem Recht: Informationen zur Online-Streitbeilegung (OS) und zur Verbraucherstreitbeilegung werden – soweit erforderlich – im Impressum bzw. in separaten Hinweisen bereitgestellt.
Der Betreiber kann diese AGB anpassen, wenn sachliche Gründe dies erfordern (z. B. Gesetzesänderungen, Funktionsanpassungen). Über wesentliche Änderungen wird informiert.
Es gilt deutsches Recht. Für Kaufleute ist Gerichtsstand Berlin. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften bleiben unberührt.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.